Post­marathon 2017 in Bonn

Gestern fand nun also der Post­marathon in Bonn statt und es war ganz schön was los. Ich war erst­ma­lig dabei – nein, nicht als Läufer ;).

Für alle Fotografen in den Anfän­gen, deren Marathon in den näch­sten Wochen vor der Türe steht, zähle ich mal meine Gedanken und Fehler auf, die ich gestern machte. Man muss ja nicht alle Fehler sel­ber machen ;).

Ich wollte die Sportler und die Stim­mung der Läufer an ver­schiede­nen Punk­ten der Strecke fes­thal­ten. Die Aktion war sehr schön, da die Atmo­sphäre, Fülle und Laut­stärke, Hin­ter­gründe, die Lichtver­hält­nisse u.v.m. über­all anders waren.

Das Wet­ter war großar­tig für Kör­per und Seele, aber fotografisch war die pralle Sonne teil­weise doch eine Her­aus­forderung. Ich hatte mich zu Hause gegen einen Auf­steck­blitz als Aufhell­blitz bei Gegen­licht entsch­ieden und es etwas bereut. Die Kon­traste waren teil­weise zu stark. Aber Dank Belich­tungsko­r­rek­tur oder Belich­tungsspe­icherung auf ein mit­tleres Grau hän­del­bar, so dass zumin­d­est auf das Haup­to­b­jekt richtig belichtet wurde.

Fehler 1: Ich hatte mich gegen den Blitz entsch­ieden, weil ich Angst hatte, dass die Läufer sich erschrecken kön­nten, wenn sie ange­blitzt wer­den, aber ich merkte sehr schnell, dass bei dem grellen Son­nen­licht der Blitz gar nicht wahrnehm­bar gewe­sen wäre, aber das Gesicht eben trotz­dem etwas mehr Zeich­nung gehabt hätte.

Na gut, nun sind es echte avail­able light Auf­nah­men, die natür­lich auch ihren Charme haben.

Ich fotografierte vor­wiegend in der Zeitvor­wahl mit 1/​800, ISO Automatik, da sich die Lichtver­hält­nisse ständig änderten und ich mich auf die Motive konzen­tri­eren wollte und nicht auf die Lichtwaage.

Da die Sportler sich ja immer bewegten, benutzte ich den kon­tinuier­lichen Aut­o­fokus und den Serien­bild­modus. Das Tele bis 200 mm leis­tete gute Dien­ste, da man den Läufern nicht zu nah auf die Pelle rücken sollte.

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Fehler 2: Und da kom­men wir zu meinem schlimm­sten Fehler. Da ich äußerst sel­ten stun­den­lang im Serien­bild­modus fotografiere, war mir ent­fallen, dass ich sehr viel mehr Spe­icher­platz brauche. Ich hatte 2 Stck. 16 GB Karten dabei, die ich voll verknipst habe, obwohl ich noch gar nicht fer­tig war. Das hat mich wirk­lich sehr geärg­ert. Eigentlich habe ich sonst immer mind. eine dritte Karte dabei, die ich aber nie brauche, da ich ja sonst nur kurzzeitig Rei­henauf­nah­men mache. Ich hatte dies vor meiner Tour nicht geprüft. Das wird mir hof­fentlich nie wieder passieren.

Fehler3: An Stellen mit aus­geglich­ener Belich­tung, hätte ich auch gut in jpg fotografiern kön­nen. Genau genom­men, hätte ich die ganze Ver­anstal­tung in jpg aufnehmen kön­nen. Mit Raw ist man natür­lich immer auf der sicheren Seite, weshalb ich dieses For­mat zu 99% wähle, aber wenn man die Fotos nicht an ein Hochglanz­magazin verkaufen möchte, dann reicht jpg alle­mal. Vorallem, wenn es rein doku­men­tarische Fotos sind.

Was will ich damit sagen? Ich und sicher auch der ein oder andere von euch soll­ten sich nicht nur von den Motiven vere­in­nah­men lassen, son­dern auch hin und wieder mal auf die Info im Dis­play schauen, um zu checken, ob die Ein­stel­lun­gen denn alle so in Ord­nung sind. Und natür­lich auch ein biss­chen nach­denken. Eine Minute Nach­denken hätte mich die Foto­qual­ität auf jpg umstellen lassen und ich hätte noch 2 Stünd­chen, in wieder neuer Licht­stim­mung, zum Abschluss des Marathons fotografieren können.

Ich habe meis­tens ver­sucht, Gegen­lich­tauf­nah­men zu machen, da mir diese sehr gut gefallen.

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Ich mag ja sehr gerne Mitzieher, die durch die lange Ver­schlusszeit Bewe­gungss­chlieren um das Haup­to­b­jekt zeich­nen, was mit Fahrzeu­gen (Fahrrädern, Autos etc.) wun­der­bar klappt und ver­suchte dies erst­ma­lig auch mit den Läufern, was aber gar nicht klappte, weil die Läufer zu langsam waren.
Die Inliner hatte ich lei­der ver­passt. Die wären das ide­ale Motiv gewe­sen. Ich rate euch also, diese Sachen im Vor­feld zu checken, um dann zur richti­gen Uhrzeit am richti­gen Ort mit den richti­gen Ein­stel­lun­gen zu ste­hen. Denkt daran, den Stabi bei den Mitziehern auszu­machen — und denkt noch mehr daran — den Stabi wieder anzu­machen, wenn die Mitzieher erledigt sind ;).

Die Tour machte ich mit einem Fotofre­und. Dies hatte den Nachteil, dass ich mich nicht son­der­lich aufs Fotografieren konzen­tri­erte. Ich war nicht beson­ders wach­sam und vorauss­chauend. Aber auf der anderen Seite macht so ein Tag natür­lich viel mehr Spaß gemein­sam und mit gegen­seit­i­gen Inspirationen.

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Es war ein toller Foto­tag mit sehr viel guter Laune, super Stim­mung, besten Wet­ter, tollen Läufern, viel fet­ziger ;) Musik und hof­fentlich Fotos, die auch euch ein biss­chen Spaß machen.

fotoyeh
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