Musiker-Porträtshooting - Outdoor

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Gestern fand ein kleines Outdoor-Shooting für 2 Didgeridoo-Spieler statt, die Fotos für Ihre webseite und Folder benötigen.

Wir hatten eine sehr schöne Location mit der Burg Lede.

Was war fototechnisch zu beachten?

Im Vorfeld dachte ich, dass es sonnig wird, weshalb ich das Shooting in die goldene Stunde verlegen wollte. Aber als sich abzeichnete, dass die Wolkendecke geschlossen bleibt, beließen wir es bei dem bestehenden Mittagstermin. Wenn möglich, macht die Shootingtermine gleich für die Zeit der tiefstehenden Sonne aus, um das Risiko der Sonne um die Mittagszeit zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, dann findet man aber meist  Schattenplätze, welche evtl. zuvor besichtigt werden.

Das Wetter war also grau in grau, was eine schöne gleichmäßige Beleuchtung mit sich brachte. Das sind also sehr gute Lichtbedingungen, die im Studio erst mit großen Lichtformern erreicht werden können.

Noch lieber wäre mir für dieses Thema tiefstehende Sonne im Gegenlicht gewesen, um die Natur noch interessanter im Bild festzuhalten. Dafür hätte ich einen großen Reflektor zur Aufhellung der Personen mit dem Gegenlicht genutzt. Natürlich ist es auch möglich, diese Gegenlichtsituation mit einem Blitz von hinten zu erzeugen, aber da ich wusste, dass ich weitwinklig fotografieren werde, um viel Umgebung mit ins Bild zu holen, fiel dies aus.

Da abgesprochen war, dass die Fotos überwiegend als Banner verwendet werden sollen, hatte ich bei der Bildgestaltung immer im Hinterkopf, dass es schmale Fotos werden und genügend Abfall für den Beschnitt in der Höhe vorhanden sein muss.

In der Kamera kann man übrigens einstellen, in welchem Format man die Fotos aufnehmen möchte. Diese Funktion hatte ich mir bisher noch nie näher angesehen, da ich sowieso im Raw-Format aufnehme und die Bilder passend beschneide bzw. in das gewünschte Seitenverhältniss bringe. Weil es aber nun zu dem Thema passt, probierte ich die Funktion einmal aus und war enttäuscht. Wenn ich z.B. auf 16:9 stelle und durch den Sucher schaue, sehe ich sowieso keine Änderung und muss mir weiterhin den Beschnitt denken. Aber auch in der Wiedergabe der Fotos war das Format nicht zu sehen. Wenn ich hingegen im LiveView fotografiere, wird mir das Format angezeigt, aber den LiveView benutze ich nur, wenn ich mit Stativ arbeite, was ich seltenst bei der Porträtfotografie tue. Ich sehe also keinen Nutzen für mich bei dieser Seitenverhältniss-Funktion.

Den einzigen Nutzen sehe ich für Fotografen, die keinerlei Bildbearbeitung vornehmen möchten und vorher wissen, ob sie ihre Fotos lieber in 2:3 oder 4:3 entwickeln lassen werden. Fotografen, die so exotische Formate wie 1:1 und 16:9 für ein evtl. Leinwandbild nutzen möchten, die werden das Foto sowieso nachbearbeiten und es höchstwahrscheinlich im Raw-Format aufnehmen.

Für ein Fotoshooting instruiere ich meine Kunden immer in Sachen outfit. Jedes Shooting hat ja ein Thema - eine Aussage, die durch Kleidung unterstrichen wird.

Zum gestrigen Shooting war meine Anweisung zur Kleidung etwas spartanisch, weil es ein Shooting unter Freunden war. Mein Hinweis, die beiden Spieler mögen sich sehr schön zurecht machen, war nicht eindeutig genug, da „sehr schön“ keine eindeutige Aussage und sehr subjektiv ist.
Da es um alte, aus Naturstoffen (Agavenblüte und Wurzel) hergestellte Instrumente und besondere Musik auf den Fotos gehen sollte, hätte ich besondere oder zeitlose schlichte Kleidung aus Naturstoffen, wie Wolle, Baumwolle oder Leinen unifarben vorschlagen sollen. Perfekt wäre es, wenn sich die Pesonen wegen der Farbwahl untereinander absprechen. Meine Erfahrung zeigt aber, dass dies nicht immer möglich ist.

Dies erwähne ich aber hier nur deshalb, weil es meiner Meinung der bedeutenste Punkt ist, der vom Fotografen nicht wirklich beeinflusst aber aussagekräftig erklärt werden kann.

Wir als Fotografen müssen sehr viel mehr Gewicht auf das Thema Kleidung legen, wie ich immer wieder feststelle. Denn auch bei Auftragsshootings für Unternehmen, bin ich immer mal wieder überrascht, wie meine Kleidungsempfehlungen ignoriert werden, was sich in den Fotos bemerkbar macht.

Ich denke, den Fotografierten ist manchmal nicht ganz bewusst, dass die Fotos auf Webseiten und anderen Werbeträgern für viele Jahre von Menschen gesehen werden und einen Eindruck hinterlassen. Aber natürlich ist es letztendlich die Entscheidung des Auftraggebers, wie er sich zeigen möchte.

Nun also die Fotos die teils mit dem 16 - 35 mm und teils mit dem 70 - 200 mm mit Blende zwischen 4 und 5 aufgenommen wurden.

Ja, schade, dass ihr die wirklich interessanten Klänge nicht hören könnt, aber vllt. besucht ihr ja mal ein Konzert mit Jan Kirchner und Mike, die nächsten Samstag am 19.03.2016 in der Rheindorfer Doppelkirche spielen.

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