Tropfenfotografie

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Draußen ist es kalt und feucht, so dass ich die widri­gen Umstände genutzt habe und indoor fotografierte.

Dies war ein Geduldsspiel und ver­brauchte sehr viel mehr Zeit, als ich ver­an­schlagte, aber ich war im War­men und habe meine Tropfen­testreihe durchge­zo­gen. Warum macht man sowas? Ich bin sehr neugierig und möchte immer wis­sen, ob ich das auch hinbekomme.

Für den ersten Ver­such hat es schon ganz gut geklappt, finde ich. Ich kann es nur jedem empfehlen, da man eine Menge über das Blitzen lernt. Stich­worte wie Mas­ter, Slave, Funkaus­löser und Abbren­ndauer, um nur einige zu nennen.

Darum möchte ich euch auch ein paar Infos zu meinem Auf­bau geben. Ist natür­lich alles austauschbar.

Ich ver­wen­dete:

1 x lange flache Glas-​Schüssel mit Wasser, in die die Tropfen fie­len
1 x lange Schraube, die als Platzhal­ter zum Scharf­stellen diente
1 x Behält­nis, aus dem Wasser in die Schüs­sel tropfte

1 x canon EOS 600 D
1 x Makroob­jek­tiv 100 mm
1 x Sta­tiv
1 x Funk­fer­naus­löser
2 x Blitze
3 x türkise Platztis­chdeckchen (um die Glass­chüs­sel in U-​Form gestellt) oder weiße Lackfolie

Über den Live View der Kamara habe ich manuell auf die Schraube, die im Wasser genau unter dem Tropfen stand, scharf gestellt (10 fache Ver­größerung). Da so ein Makroob­jek­tiv durch seine Bauweise eine sehr geschlossene Blende braucht, um ein paar Zen­time­ter Tiefen­schärfe abzulichten, hatte ich die Blende zwis­chen 10 und 18.

10 war eigentlich schon zu offen, aber da ich nur 2 Blitze hatte und ich mit ISO 100 fotografieren wollte, musste das Licht ja irgendwo herkom­men. Bei höherem Blenden­wert, habe ich die Blit­zleis­tung höher gestellt.

2 Blitze brin­gen ja jede Menge Licht, aber um so höher die Lichtleis­tung, desto länger ist die Abbrennzeit. Da sich die Tropfen aber sehr schnell bewe­gen und ich ja knackig scharf ein­frieren wollte, musste ich also die Leis­tung ger­ing hal­ten (1÷128 Blit­zleis­tung), um keine Bewe­gung­sun­schärfe im Bild zu haben.

Durch die Syn­chronzeit, war die kürzeste Ver­schlusszeit der Blende von 1250 eingestellt, was natür­lich nicht kurz genug ist. Darum müssen das die Blitze mit super kurzer Abbrennzeit erledigen.

Ein Yongnuo Funkaus­löser war auf der Kam­era, der andere unter Blitz 1.

Blitz 1 auf M — Blitz 2 auf S1.

Pawn Empfänger an Kabel an der Kam­era hängend.

Funkaus­löser in der Hand. Auf die Idee kam ich erst später. Vorher hatte ich den Pawn unter Blitz 1 und den Pawn-​Sender auf der Kam­era. Ich wollte aber wegen Erschüt­terungs­ge­fahr den Funkaus­löser nutzen. Das klappte wunderbar.

Natür­lich ring­sherum um die Blitze und das Motiv viel weiße Folie oder die 3 türkisen Platzdeckchen, damit ordentlich Licht reflek­tiert wird.

Die Blitze standen seitlich hin­ter dem Tropfe­nauf­schlagspunkt und blitzten gegen die Folie als indi­rek­tes Licht.

Folie/​Platzdeckchen dien­ten neben der Licht­bün­delung und Reflek­tions­fläche auch noch dem Spritzwasser­schutz, denn auch wenn die Tropfen recht klein sind, wird es nach Stun­den langsam feucht in der Bude.

Na ja, mit den TaT’s kön­nen die nor­malen Tropfen natür­lich nicht mithal­ten. Sie sind eben doch recht unspek­takulär, die ein­fachen Tropfen, aber ich finde sehr viele sehr schön und weiß gar nicht, ob ich nun die besten raus­ge­sucht habe. Jeder Tropfen sieht ja anders aus und auf seine Weise interessant.

Hier nun ein paar Tropfen und Kro­nen gemis­cht. Viel Spaß beim Ansehen.

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Viel Spaß bei euren Versuchen.

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