Zoofo­tografie — Tierportraits

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Alle paar Jahre gehe ich ganz gezielt in einen Zoo, um Porträts von Tieren zu machen. Immer allein, was ich nur empfehlen kann,

da man sich mit Konzen­tra­tion auf die Tiere und Umge­bung ein­lassen sollte.

Auch wenn ich damit nicht zum Spezial­is­ten werde, möchte ich gerne ein paar Tipps für Anfänger geben. Gute Tier­porträts funk­tion­ieren näm­lich genauso wie Men­schen­porträts, nur unter schwieri­gen Bedingungen.

Am besten sucht man sich einen son­nen­freien, max. leicht son­ni­gen Tag aus. In meinem Fall sollte er warm sein ;). Ferien und Woch­enende am besten meiden.

Wie bei allen anderen Porträts sollte man auf einen ruhi­gen Hin­ter­grund achten. Das ist im Zoo natür­lich nicht so ein­fach, da die Gehege nun mal so ste­hen, wie sie ste­hen, aber durch die richtige eigene Platzierung sollte man das beste raus­holen. Also hin und her tip­peln, bis der richtige Stand­punkt gefun­den wurde und dann warten, dass das Tier auch ins Sicht­feld kommt.

Wenn der Hin­ter­grund aber ein­fach nicht schöner wird, dann muss man eben durch eine geringe Schär­fen­tiefe den Hin­ter­grund weichze­ich­nen.
Dies schafft man durch eine lange Bren­nweite und offene Blende. Dies am besten an einer Spiegel­re­flexkam­era, da sie einen größeren Sen­sor als die Kom­pakt– und Sys­temkam­eras hat. Den größten Sen­sor hat die Voll­for­matkam­era und zeich­net damit den Hin­ter­grund am fein­sten weich.

Objek­tive mit großer Blendenöff­nung sind rel­a­tiv teuer, aber da die Tiere sowieso meist sehr weit ent­fernt ste­hen, kön­nen wir mit einer lan­gen Bren­nweite arbeiten, um die Tiere gle­ichzeitig nah heran zu zoomen und sie freizustellen. Diese lan­gen Bren­nweiten zaubern einen schö­nen weichen Hintergrund.

Nun müsst ihr nur noch auf das Auge scharf stellen, den richti­gen Bil­dauschnitt wählen, also ver­schwenken und abdrücken.

Ich per­sön­lich habe keine so lange Bren­nweite, aber die max 250 mm sind an meiner APSC-​Kamera, der canon 600 D, 400 mm. Das ist mir zu wenig, aber ich fotografiere ein­fach zu sel­ten im Zoo, um mir so eine lange Bren­nweite zu kaufen. Es lohnt sich aber sicher, sich für einen solchen Tag eine län­gere Bren­nweite auszuleihen.

Hier nun ein paar Impres­sio­nen aus dem Köl­ner und Leipziger Zoo. Ich habe übri­gens die Wet­ter­tipps sel­ber nicht einge­hal­ten. Ich war an super heißen Tagen mit­ten im Gewühl, was das Fotografieren unnötig erschw­ert. In Zukunft werde ich aber auf­passen. Die Tiere liegen an den heißen Tagen auch meist weit weg im Schat­ten. Die unten ste­hen­den Fotos habe ich größ­ten­teils in der ersten und let­zten Stunde der Öff­nungszeiten aufgenom­men oder geschaut, dass ich die Tiere im Schat­ten erwische.

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Übri­gens kann man im Zoo sehr gut freie Vögel fotografieren, da sie sich wohl an den Trubel gewöhnt haben und länger als gewöhn­lich ruhig sitzen bleiben. In den Gehe­gen gibt es immer etwas zum Essen. In diesem Falle saßen sehr viele Sper­linge auf schö­nen alten toten Ästen im Pin­guinge­hege. Aber das sieht man dem Bild nicht an, oder?

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